Gaborone liegt im äußersten Südosten Botswanas, kaum 15 km von der südafrikanischen Grenze entfernt. Damit ist Johannesburg – rund 360 km auf der Straße – für fast alle das Tor: Entweder steigst du am Flughafen O. R. Tambo in einen einstündigen Flug um, oder du fährst.
Mit dem Flugzeug
Der Sir Seretse Khama International Airport (GBE) liegt etwa 15 km nördlich des Stadtzentrums. Die mit Abstand wichtigste Strecke ist Johannesburg, mehrmals täglich bedient von Air Botswana und südafrikanischen Regionalairlines. Außerdem gibt es Direktflüge ab Kapstadt und ab Addis Abeba, was Umsteigeverbindungen aus Europa, Asien und Nordamerika ermöglicht; weitere Regionalstrecken kommen und gehen, prüfe also die aktuellen Flugpläne.
Das Terminal ist klein und schnell durchquert. Einen öffentlichen Bus gibt es nicht: Nimm einen Hotelshuttle (die meisten größeren Hotels bieten ihn auf Voranfrage an), ein Taxi mit Taxameter oder Festpreis vom Stand vor dem Terminal oder einen Mietwagen – die großen internationalen Vermieter haben Schalter in der Ankunftshalle. Die Fahrt ins Zentrum dauert 20–25 Minuten.
Die Optionen im Vergleich
| Strecke | Dauer | Gut zu wissen |
|---|---|---|
| Flug ab Johannesburg | ≈ 1 Std. | Mehrmals täglich; einfachster Anschluss an Langstreckenflüge |
| Autofahrt ab Johannesburg (N4, Zeerust, Tlokweng) | 4–5 Std. + Grenze | Gute Asphaltstraßen; Mautstellen auf der N4 |
| Fernbus ab Johannesburg | 6–8 Std. | Tägliche Verbindungen; Zeit für die Grenze einplanen |
| Flug ab Maun oder Kasane | 1–1,5 Std. | Air Botswana; Flugplan je nach Saison |
| Autofahrt ab Francistown (A1) | ≈ 5 Std. | 430 km Asphalt; nicht nachts fahren |
| Autofahrt ab Windhoek (Trans-Kalahari) | 11–12 Std. | Rund 1.000 km; Zwischenstopp in Kang oder Ghanzi |
Mit dem Auto ab Johannesburg
Die Standardroute folgt der N4 nach Westen an Rustenburg vorbei bis Zeerust und biegt dann nach Norden zum Grenzposten Kopfontein (Südafrika) / Tlokweng (Botswana) ab; von dort sind es etwa 15 km in die Stadt. Ohne Verzögerungen dauert das vier bis fünf Stunden. Die Grenze war bisher in der Regel vom frühen Morgen bis zum späten Abend geöffnet, die Zeiten können sich aber ändern – kläre das vor einer späten Überquerung –, und freitagnachmittags, sonntagabends und rund um Feiertage bilden sich Schlangen.
Zwei Alternativen helfen, wenn in Tlokweng viel los ist: Ramotswa / Swartkopfontein im Süden, ein ruhiger Posten mit kürzeren Öffnungszeiten, und Pioneer Gate / Skilpadshek bei Lobatse am Trans-Kalahari-Korridor, rund 70 km von Gaborone.
Mit dem Bus
Fernbusse verbinden Johannesburg und Gaborone täglich und brauchen einschließlich Grenze sechs bis acht Stunden. Innerhalb Botswanas fahren Busse vom zentralen Busbahnhof neben dem Bahnhof nach Francistown, Maun, Kasane (meist mit Umsteigen in Francistown), Serowe, Mochudi, Lobatse und Kanye. Sie sind billig, auf den Hauptstrecken häufig und fahren ab, wenn sie voll sind.
Mit dem Zug
Botswana Railways hat zeitweise einen Nachtzug zwischen Lobatse, Gaborone und Francistown betrieben. Der Betrieb wurde mehr als einmal eingestellt und wieder aufgenommen – betrachte ihn als Bonus, wenn er fährt, und nicht als feste Planungsgröße.
Unterwegs in Gaborone
- Combis: weiße Minibusse auf nummerierten Linien, meist ab dem Busbahnhof. Sehr billig, nur Barzahlung, und am frühen Abend stellen sie den Betrieb ein.
- Taxis: Sammeltaxis fahren feste Routen; ein „Special“ ist eine private Fahrt – vereinbare den Preis vor dem Einsteigen. Auch Ruftaxi-Firmen und Ride-Hailing-Apps sind in der Stadt aktiv und nach Einbruch der Dunkelheit die einfache Lösung.
- Mietwagen: lohnt sich, wenn du Mokolodi, Mochudi oder Manyana auf eigene Faust besuchen willst. Gefahren wird links; die Hauptstraßen sind gut, die Stoßzeiten kurz, aber spürbar.
- Zu Fuß: Main Mall und CBD lassen sich jeweils erlaufen, aber die Stadt ist weitläufig und heiß – zwischen den Vierteln geht man nicht zu Fuß.
Weiterreise in Botswana
Zum Okavango-Delta fliegst du nach Maun, nach Chobe und zu den Victoriafällen nach Kasane. Auf der Straße sind beides volle Tagesetappen von 850–950 km, meist unterbrochen im Khama Rhino Sanctuary, in Francistown oder Nata. Siehe unseren Guide zu Okavango und Chobe.

